Sonntag, 13. August 2017
Sonntag, 13.08.2017 Letzter Tag auf Fuerteventura
Am Ende des gestrigen Berichts (Samstag, 12.08.17) wurden noch Photos eingefügt.





(Zwei Blicke von unserer Terrasse)

Der starke Wind hatte fast die ganze Nacht lang geweht und unseren Schlaf des öfteren unterbrochen, weil es schlichtweg kühl wurde.

Morgens nun Windstille und nach einem ausgedehnten Schlaf spielt Valentin am Pool mit seiner Freundin und wir fangen an die ersten persönlichen Gegenstände einzusammeln: Wieso braucht ein einziges Kind eigentlich 7 Wasserspritzpistolen???

Nach einem Einkaufsspaziergang an der Promenade gingen wir essen. Nach einem Besuch der Eltern von Valentins Freundin gingen wir ein letztes Mal im Meer baden.







Abends ist Valentin zum Pizza essen verabredet.

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Samstag, 12. August 2017
Samstag, 11.08.2017 Fahrt nach Ajuy an die Westküste


Das Ende des Urlaubs kündigt sich an: Wir bezahlen die Rechnung für das Apartment.

Dann fahren wir mit dem Mietwagen in Richtung Nordwesten, zu dem Ort Ajuy, hinter Pajara. Bald bemerken wir aber, dass wir noch vorher tanken sollten.



Anders als sonst, sind wir nicht abenteuerlustig und verlassen sogleich die Schnellstrasse in Costa Calma und irren eine Weile durch den Ort. Er scheint ausschließlich von Touristen bewohnt und die Architektur ist entsprechend zweckorientiert. Neben Ritas Hexenstube (!) finden wir letztlich die Tanke und nehmen unser Ziel wieder auf.



Die Strasse führt ins Innere der Insel, wo die Natur noch trockener und abweisender ist und dennoch zum photograhieren einlädt. Monotonie kommt dennoch immer wieder auf. In der Nähe der Westküste wirkt die Natur etwas grüner und wir erreichen Ajuy, einen sehr kleinen Ort am Meer.





Nach einem Mittagessen am Strand erkennen wir am Preis des Lokals für unsere Speisen und Getränke, dass dies einmal tatsächlich ein Piratennest gewesen sein muss.





Wir machen wir einen Spaziergang an der Küste entlang zu Höhlen, wo wir eine auch erkunden.









Es ist nun Mittag und heiß und bald treten wir die Rückkehr zum Auto an.





Auf der Rückfahrt machen wir einen Abstecher nach Bona Via. Dort machte ein EU gefördertes Projekt Versuche, mit einem Staudamm die Wüste zu begrünen. Dies schlug aber augenscheinlich fehl - alles ist verbrannt von der Sonne - wahrscheinlich gleich nach Ende der Förderung 2013.











Am späteren Nachmittag gehen wir in Morro Jable an den Strand und genießen noch etwas das Meer - der Strand selbst wird durch stärkeren Wind zu einem Sandstrahlgebläse, welches uns bald zum Rückzug mahnt und uns an ein Eiscafe lenkt, welches von unserer Rezeptionistin anempfohlen wurde.

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Freitag, 11. August 2017
Freitag, 11.08.2017 Zwei Tauchgänge und ein ruhiger Ferientag


Die gewohnte Routine an einem Tauchtag halte ich ein - morgens geht es zur Basis und mit ein paar Bekannten und neuen Tauchpartnern aus Frankreich und Spanien fahren wir mit dem Boot zum kleinen Riff vor dem Leuchtturm.



Im Briefing wurde festgelegt, dass keine Dekopausen geplant sind und also das Ende von Nullzeiten Linda bekannt gemacht werden sollen.



Wir steigen ab auf rund 30 Meter und explorieren. Aufgrund meiner geringen Erfahrung versuche ich stets Blick auf Linda oder Gabor zu halten, später in geringerer Tiefe wird der Kontakt loser werden.

Am Ende des Riffs tauchen wir auf in Höhe des Plateaus (ca. 15 Meter) und folgen der Riffkante zurück. Mir macht es Freude, über der Kante zu bleiben, also die Tiefe unter mir zu halten, auch wenn dies vielleicht theoretisch etwas gefährlicher sein könnte.

Gegen Ende des Tauchgangs sammelt Linda uns am Ankerseil und letztlich benötigen wir doch die eine oder andere Dekominute beim Aufstieg.

Nico hat heute keine Tauchgänge im Wasser zu betreuen und hilft uns beim Einstieg ins Boot.

Überraschend wenige möchten heute einen zweiten Tauchgang machen und so verbleiben nur drei von uns in der Pause im Hafen.



Wir entscheiden uns zu einem bisher nicht besuchten Spot ganz in der Nähe: Die Außenwand des Hafen wollen wir entlang tauchen und in der Rochenbucht von Nico mit dem Boot abgeholt werden.

Ein ganz lockerer Tauchgang auf 12-3 Meter Tiefe sollte es werden, normalerweise für Anfänger im Training. Mit der Strömung wollten wir uns treiben lassen...



Tatsächlich war die Strömung gegen uns und so durften wir eine lange Strecke und rund 75 Minuten lang hart arbeiten.

Die Hafenmauer ist mir riesigen Betonquadern geschützt und dort versteckt sich natürlich so manches Getier. Besuchen kommt uns eine große Barrakuda-Schule.



Am Boden können wir einige Flundern beobachten.

Dann sehe ich ein ankerndes Katamaran von unten. Die geringe Tiefe und die leerer werdende Flasche bedeuten, dass ich viel in ausgeatmeten Zustand tauchen darf, um unten zu bleiben.



Und dann tauchen zwei dunkle Rochen auf. Sie schweben erhaben, aber auch düster-bedrohlich heran. Ich halte etwas Abstand, freue mich aber über die Beobachtung.



Dann ist der Tauchgang vorbei und wir fahren zurück zur Basis, wo es Abschied nehmen heißt: Nach acht schönen Tauchgängen ist die Zeit vorbei, ich muss noch mein Gewebe entgasen.





Derweil hat sich Valentin mit Bärbel mit Wasserspritzpistolen versorgt. Nach einer Pause im Apartment fahren wir in Richtung Altstadt und gehen dort baden und später Abendessen.

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Donnerstag, 10. August 2017
Donnerstag, 10.08.2017 Fahrt in den Norden nach Corralejo






Heute fuhren wir mit unserem Mietwagen in den äußersten Norden, nach Corralejo. Dort wollten wir einen Naturpark erkunden. Natur bedeutet hier in Fuerteventura freilich etwas anderes: Es handelte sich um eine Dünenlandschaft aus Sand, der aus Afrika herübergeweht kommt.





Zuvor machen wir beim einzigen Mc Donalds von Fuerteventura Station und gehen dort essen.

Tatsächlich nimmt sich der Anblick der Landschaft später grandios aus, man kommt sich vor, wie bei dem Film "Lawrence von Arabien".





Valentin möchte sogleich die Gegend erkunden und Dünen ersteigen. Wir fahren danach weiter bis in die Stadt Corralejo.

Dort finden wir leider viele Investitionsruinen und wenig Interesse an Architektur. Alles wirkt neu und billig-einfallslos oder, sobald 15 Jahre rum sind, runtergekommen und ungepflegt. Uns ist natürlich klar, dass die Natur ihren Tribut an den Gebäuden fordert.

Dennoch, meine Ferien mag ich hier nicht verbringen. Alsbald fahren wir zurück in die Dünen am Strand, mit einem kurzen Stopp an einem Eisstand.





Die Höhe der Wellen ist beeindruckend, die rote Fahne und Schilder verbieten das Schwimmen, nur hält sich keiner dran.





Unter vielerlei Sicherheitsmaßgaben nähern wir uns dem Wasser, Valentin bleibt an der Hand, bis wir die Gefahren einschätzen können.



Wir beobachten die anderen Gäste und welches Verhalten welche Reaktionen hat. Die teils meterhohen Wellen pflügen die Leute regelrecht unter und ziehen sie ein paar Meter ins Meer.



Der Photoapparat fürs Tauchen bietet auch hier super Dienste: Er ist wasser- und sanddicht! Bei dem sandigen Wind könnte ich niemals eine Kamera mit Verschlussklappe verwenden.



Ich belasse Valentin bei Bärbel und entscheide mich für einen Schwimmversuch. Ich behalte die Wellen im Blick und tauche jeweils kurz bevor sie mich unterpflügen unter den Wellenkämmen ab und lasse sie über meinen Rücken abrollen, tauche dann wieder auf.

Das klappt ohne Probleme und macht großen Spass. Ich muss nur die wenigen Surfer im Auge behalten, damit die nicht über mich drüber fahren.



Auf dem Rückweg an den Strand erwischt mich dann aber doch noch eine Welle, reisst mir die Beine weg und presst mich auf den Strand, während sie große Mengen Sand und Meerwasser über mich hinweg transportiert. Solchermaßen geläutert wende ich mich wieder meiner Familie zu.






Ein paar Photos und Videosequenzen später entscheiden sich Valentin und ich, nochmals die Dünen zu erkunden und versuchen uns anhand der Sonne zu orientieren und überlegen, was zu tun sei, wenn einer von uns vom Skorpion gebissen würde.

Nach rund 90 Minuten Heimfahrt sind wir wieder im Apartment, Valentin rufen Freundin und Pool und ich mache letzte Einkäufe für das Abendessen.

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Mittwoch, 09.08.2017 Zwei Tauchgänge und ein Restaurant im Hafen


Bärbel und Valentin erkunden morgens die Geschäfte in einer anderen Region des Ortes und werden in einem Mineraliengeschäft auch fündig. Als ich vom Tauchen zurück kehre, wirken sie von dem langen Fußmarsch etwas angeschossen.

Bei mir hatte sich während dessen eine gewisse Routine eingebürgert:

Um 9 Uhr traf ich mich mit neuen Tauchbegeisterten aus der Schweiz, Deutschland und Spanien an der Tauchbasis. Das für 12 Leute zugelassene Boot durfte heute 15 Leute zum großen Riff vor dem Leuchtturm tragen. Aufgrund des Gedränges warfen wir die am Jacket befestigte Tauchflasche mit Atemreglern ins Wasser, um es dort anzuziehen. Das gelang mit etwas Hilfe der anderen auch gut.



Bald rief Nico das ok von uns ab und gab Zeichen zum Abtauchen. In drei Gruppen machten wir uns auf den Tauchgang.



Gabor aus Hamburg und ich bildeten ein Buddy-Team in der Gruppe von Nico. Der tauchte mit uns auf rund dreissig Meter ab und gegen etwas Strömung tauchten wir entlang des Riffs.



Ein weiterer Deutscher mit teurer Kameraausrüstung, Gabor als "Beleuchter", da er eine gute Lampe dabei hatte und mit mir, mit der Allzweckkamera, suchten wir die Felsspalten und kleinen Höhlen auf, fanden allerlei Fische, Muscheln und Moränen.



Am Ende des Riffs tauchten wir auf 18-15 Meter auf und ließen uns langsam über das Riff treiben, erkundeten es weiter.

Heute war dort sehr viel los, mehrere Tauchergruppen waren unterwegs. Ich verlor etwas den Überblick, konnte zunächst den Nico nicht mehr sehen. Als ich auf mein Instrument schaute und 70 Bar ablas, ahnte ich, dass ich für die Dekozeit noch etwas Luft brauchen würde. Eine Abfrage bei Gabor ergab ein entspannteres Ergebnis.



Dann sah ich kurz Nico, der das Zeichen zum sammeln gab, dann aber doch noch was anderen zeigen wollte und plötzlich wieder weg war. Ich wurde nun unruhig, da ich keinen Computer dabei hatte und Gabor auch nicht. Gabor stieg ein paar Meter auf.



Das tat ich ihm nach, um wenigstens irgendwelche Dekopausen zu haben, wenn Nico nicht wieder zu finden war. Ich schwor mir daraus etwas zu lernen. Dann sah ich Nico wieder.



Er tauchte mit uns zum Ankerseil und wir begannen einen kontrollierten Aufstieg!

An Bord war gute Laune und wir fuhren zurück in den Hafen, um zu pausieren und neue Flaschen für den zweiten Tauchgang aufzunehmen.





Im Hafen drängte es mich rasch zur Toilette und dann in den Schatten. Nach einer knappen Stunde fuhren wir entlang der Küste zu einem Canyon, und tauchten dort auf rund 15 Meter Tiefe. Ein Rundkurs zeigte uns diverse Fischarten und unter einem Felsbogen erkannten wir zwei Rochen!



Nico fütterte wieder Fische und Moränen mit Seeigeln. Mir wurde langsam kalt und den Guides lief wohl die Zeit davon, der dritte Tauchgang mit einer neuen Gruppe wartete schon bald auf sie.



So wurde das Aufsteigen denn auch sehr manifest mit einem Zug an einer meier Flossen und dem Aufstiegssymbol untermalt.



Auf der Rückfahrt drehte Nico den Motor ordentlich auf und rasch waren wir wieder im Hafen und verbrachten das Material zurück in die Basis.

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Dienstag, 8. August 2017
Dienstag, 08.08.2017 Besuch im Oasis Park


Der Oasis Park ist ein Zoo u.a. für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Dort wollen wir heute hinreisen.
Die Fahrt dorthin dauert nur 20 Minuten.





Die Vielfalt der Pflanzen ist beeindruckend, alles was sonst ins wüstenähnlichen Gegenden anzutreffen ist, findet hier Heimat: Kakteen, Palmen und zugehörige Tiere.





Was mir weniger gefiel war, als bei gellend lauter Liebesmusik Seehunde durch Ringe springen dürfen, Menschen küssen sollen und mit ihren Flossen klatschen müssen.



Der Park wirbt mit seinem respektvollen Umgang mit der Natur - hier kann ich das nicht entdecken. Das tosende Publikum wurde mit diesen unwürdigen Szenen auch nicht sensibilisiert, sondern eher in Vorurteilen bestärkt, die Tiere anthropomorphiziert.



Ganz anders hingegen unser Spaziergang durch den botanischen Garten und die Gehege, die artengerecht wirken. Hier wird viel harte Arbeit investiert, aber vielleicht traut man dem Publikum nicht zu, leise Töne und etwas Interesse am weniger prominenten zu entwickeln.



Später gingen wir ins Meer baden, was immer große Freude bereitet und aßen danach noch eine ölige Pizza in einem billigen Restaurant, wohin wir nie wieder gehen werden.

Den Abend verbrachten wir auf einer unserer Sonnenterrassen :-)


Wen es genauer interessiert: Einfach auf die u.a. Adresse klicken:

http://www.fuerteventuraoasispark.com/de/was-sehen

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Montag, 7. August 2017
Montag, 07.08.2017 Ein Strömungstauchgang und ein Hafenbesuch


Während es mich heute früh wieder zum Tauchen lockte, erkundeten Bärbel und Valentin bei einem Spaziergang am Strand ein Walskelett.



Der Tauchgang führte uns auf knapp 30 Meter Tiefe am kleinen Riff vor dem Leuchtturm. Dort herrschte beachtliche Strömung, gegen die wir antauchten, um auf dem Rückweg gemütlich getrieben zu werden.



Wir erkundeten wieder ein paar Spalten mit Möranen und tauchten durch Schwärme von Sardinen. Ich war mit einem Hamburger unterwegs, der seit 20 Jahren taucht und so durfte ich mich, zusammen mit einem weiteren Deutschen und dem bekannten Ehepaar aus Paris sehr gut aufgehoben fühlen.



Recht früh schien mir, rief uns Nico zurück ans Ankerseil um kontrolliert aufzusteigen. Dann erkannte ich aber, dass wir doch einiges an Dekozeit auf den Computern stehen hatten und rund 10 Minuten für den Aufstieg benötigten.





Mit lauter Musik und Tanzeinlagen fuhren wir zurück in den Hafen, wo gerade eine Fähre aus Gran Canaria anlegte.

Zurück im Apartment zog es Valentin zu Pool und Freundin und wir planten, später an den Hafen zu fahren und uns dort die Schildkröten Pflegestation anzusehen und Rochen im Hafenbecken zu füttern.

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Sonntag, 6. August 2017
Sonntag, 06.08.2017 Fahrt nach Puerto de la Cruz und zur Villa Winter
Für Dienstag, den 01.08. und Donnerstag, den 03.08. sind jetzt die fehlenden Bilder vorhanden. Ebenso für Freitag, den 04.08 und Samstag den 05.08.: Man geht ans linke untere Ende dieser Seite mit der Taste, auf der der Pfeil nach unten zeigt und klickt dann auf "older stories" und kommt so zu den älteren Einträgen, wo auch der Dienstag und Donnerstag zu finden sind.



Für heute war eine Fahrt an den südlichsten Zipfel von Fuerteventura vorgesehen nach Puerto de la Cruz. Von dort aus nach Norden zu dem Ort Cofete. Hier wollen wir uns die Villa Winter ansehen mit ihrer mysteriösen Vergangenheit. Dann sollte es wieder zurück nach Morro Jable gehen.





Das Besondere an der Fahrt ist, dass sie nicht wirklich legal ist, da unser Versicherungsschutz nicht unbefestigte Strassen beinhaltet.

Aber hallo, das ist der Beginn eines spannenden Abenteuers, oder?

Kaum das wir den Hafen von Morro Jable hinter uns ließen, fing auch schon die unbefestigte Strasse an, die entlang der Küste durch die Geröllwüste führte. Allein ein paar Ziegen und ein recht reger Autoverkehr sorgten hier für Bewegung.

In den Bergen liegen wie immer dicke Wolken, die nie abregnen. Sporadisch münden Wege an die Küste an unseren Hauptweg. Vom Wasser aus sah ich schon, das dort kleine Badebuchten sind. Hier für sollte man abber eher einen Jeep benutzen, wenn man da hin will.

Mit sehr geringer Geschwindigkeit nähern wir uns dem Ort Puerto de la Cruz. Nicht sehr einladend ist er: Ein riesiges Windrad, das nie ans Netz ging steht am Ortseingang und ca. 50 alte Campingwägen scheinen ansonsten Odachlose zu beherbergen.

Wenn man sich daran vorbei traut, erreicht man zwei im Reiseführer beworbene Restaurants, die von den örtlichen Fischern beliefert werden und exzellente Fischgerichte servieren sollen. Wir nehmen Platz und die lokale Fischsuppe und Kotletts werden gereicht.



Satt und zufrieden fahren wir weiter, und erreichen über einige Serpentinen einen Mirador - einen Aussichtspunkt, der über die westliche Küste Blicke gewährt. Der Wind weht sehr stark und wir wollen bald weiter in Richtung Cofete.





Einige Serpentinen und Kilometer später erreichen wir das Dorf, dessen zentraler Punkt wohl ein Touristenrestaurant ist und sonst nur den Zugang zur Küste zu bieten hat.



Dort darf man aber nicht schwimmen! Es herrscht Lebensgefahr wegen der Strömungen dort. Zwei Kilometer weiter erreichen wir die Villa Winter, die leider geschlossen ist.





Es gibt verschiedene Theorien über sie: Es wird berichtet, dass sie gebaut wurde, um als "Wartezimmer" für Nazigrößen zu dienen, die nach Südamerika übersetzen wollten. Teils wird auch die Auffassung vertreten, sie sollte dem Führer ein etwaiges Asyl bieten, in Angesicht eines verlorenen Krieges. Genaues ist nicht bekannt. Sie ist jedenfalls mitten ins Niemandsland gebaut.



(Die Strecke hat es anscheinend in sich!)

Bald fahren wir zurück nach Hause und genießen das Apartment und den Pool.

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Samstag, 5. August 2017
Samstag, 05.08.2017 Zwei Tauchgänge


Heute früh um 9 Uhr trafen sich die üblichen Verdächtigen an der Tauchbasis. Nach Einkleidung und Verbringen der Ausrüstung in die zwei Kleinbusse kam die Einweisung in die beiden Tauchgänge, die heute anstehen:

Der erste Tauchgang würde am großen Riff sein und auf eine Tiefe von rund 30 Metern gehen. Dekompressionszeiten werden zu beachten sein.

Nach einer 45-minütigen Pause im Hafen würden wir mit neuen Flaschen uns an einen anderen Spot verholen: El Puertito de la Cruz - der südlichste Zipfel von Fuerteventura.





Das französische Ehepaar sollte wieder dabei sein, ansonsten sind ein Holländer und ein weiterer Franzose in meinem Team.



Bei flacher See fuhren wir aus dem Hafen von Morro Jable und kamen rund 10 Minuten später am Riff an. Rückwärts in Froschmann-Art ließen wir uns über die Bordwand ins Meer fallen. Im Wasser sammelten wir uns an der Ankerleine und mit einem gesengten Daumen wurde das Signal zum abtauchen gegeben.



Nach 18 Metern Hinabgleiten in das blaue Meer landeten wir kurz über der Riffdecke. Eine kurze Sicherheitsabfrage später führte uns unser Guide über die Riffkante in tiefdunkles, tieferes Wasser. Entlang der steil abfallenden Riffwand stießen wir in eine maximale Tiefe von 31 Metern vor.





Ein paar Leute hatten Lampen dabei und leuchteten in Spalten, um dort munteres Leben zu finden: Kleine Fische, die teilweise sehr neugierig an ihre Besucher herangingen und über Handteller große Muscheln.





Ich war vor allem an den technischen Aspekten eines Deko-Tauchgangs interessiert und prüfte immer wieder meinen Tauchcomputer, das Finimeter, den Druck der Flasche und die Tauchzeit. Dies hatten die Guides selbstverständlich auch im Blick, ebenso wie die anderen Tauchkameraden, sodass nichts schief gehen konnte. Unter erhöhtem Druck brauchte ich mehr Luft, soviel war klar, ansonsten kam ich mit den lebensfeindlicheren Umständen aber gut klar.



Dann kam das Signal, auf das Plateau aufzusteigen und dort auf 18 bis 15 Metern weiter zu erkunden.

Der Artenreichtum läßt mich in meine Logbuch "Aquarium" schreiben: Zu viele unterschiedliche Arten, als dass ich sie kennen könnte. Auffällig war, dass sie alle keine grße Angst vor uns haben und uns nahe heranlassen. Letztlich machten wir uns an den Aufstieg und legten auf 6 Meter einen vierminütigen Stop und auf drei Metern einen weiteren dreiminütigen Sicherheitsstop ein.



Dann durften wir an die Oberfläche. Als erstes wird der 6 Kilo Bleigurt ans Boot gereicht, dann ist es unmöglich nochmals abzusinken. Dann folgen die Flossen und zuletzt kann man an der Leiter einsteigen und die Flasche schließen und den Atemregler entlüften und die Flasche an der Bordwand sichern. Wenn die einem auf den nackten Fuß fallen würde...

Eine Kaffeepause später - was hier bedeutet, dass fast alle Taucher inklusive Tauchlehrer mindestens zwei Kippen rauchen, fuhren wir an den südlichen Zipfel von Fuerteventura. Auch die Frau vom Inhaber war nun dabei - ganz einfach weil sie gerne taucht!



Hier sollten wir eine maximale Tiefe von 16 Metern erreichen. Im Fokus sollte die Naturerkundung sein.



Der Wind blies so stark, dass der Guide Nico uns sagte, wir sollten sofort auf drei Meter abtauchen und uns an der Ankerleine treffen, da dort die Strömung geringer sei.



Tatsächlich erwischte mich fast der Kiel des Bootes und ich tat alsbald wie mir geheißen. Einen kontrollierten Abstieg auf 11 Metern folgte die Erkundung des Meeresbodens. Nico öffnete immer wieder mit seinem Tauchermesser Seeigel. Diese seien Einwanderer aus Afrika und breiten sich wie die Pest aus. Sofort kamen aus allen Richtungen Fische jeder Art und Größe, um den Seeigel zu verspeisen.



(Im Lichtkegel undeutlich ein schwarzer Moränenkopf)



Nico zeigte uns große Moränen, die sich in Spalten und Höhlen aufhalten. Immer wieder hielt er an und zeigte mit Lampe und Messer auf Fische oder Pflanzen.

Auf der Heimfahrt in den Hafen war ich tüchtig müde. Nico erzählte, dass seine Basis jeden Tag in der Woche drei Tauchgänge anbietet. In finanzieller Hinsicht ist das Tauchlehrerdasein bescheiden - aber sie machen eben ihr eigenes Ding!

Nachdem in der Basis das Material mit Süßwasser gespült und aufgehängt war, zog ich mich an und ging zum Apartment zurück.



Ich aß mich einmal quer durch den Kühlschrank und dann gingen wir an den Strand. Schwimmen an der gestrigen Stelle mit den hohen Wellen war angesagt.





Das mit den hohen Wellen klappte dann auch und das mit der Strandbar wieder nicht. Diesmal war sie zwar noch offen, als wir auf dem Rückweg waren, aber dafür hatten wir zu großen Hunger. Wir gingen direkt zu einem guten Restaurant, welches uns versorgte.



Kaum zurück im Apartment, wartete wiederum die vorgenannte junge Dame auf Valentin für einen weiteren Besuch des Pools...

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Freitag, 4. August 2017
Freitag, 04.08.2017
Der Abend endete gestern mit einer kleinen Lazaret-Einlage: Valentin hat Ohrenschmerzen. Leider hat er die auch noch heute früh - also geht es zum Arzt.

Nach 90 Minuten Wartezeit wird Valentin gründlich untersucht: Die Ohren sind soweit in Ordnung, es liegt eher am Knirscheln mit den Zähnen und den entsprechenden Muskelverhärtungen am Kiefer.

Nach einem guten Mittagessen faulenzen wir während der Hitzestunden am Mittag im Apartment.





Nachmittags dann ziehen wir an den Strand, diesmal an den nordöstlichen Teil, wo der Meeresboden flacher ausläuft und höhere Wellen zu finden sind.



Valentin fühlt sich sofort sehr wohl und hat sichtlich Freude an der unruhigen See.



Nach einem längeren Spaziergang am Meer, kommen wir wieder ins Apartement, wo eine junge Dame bereits auf unseren Nachwuchs wartete für ein abendliches Schwimmen im Pool.

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