Samstag, 22. April 2017
Samstag, 22.04.2017
Bilder für die letzten Tage kommen noch

Heute ist unser letzter Tag vor dem morgigen Abreisetag.

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Freitag, 21.04.2017 Paul do Mar
An für sich ein wunderschöner Tag. Leider muss ich arbeiten. Für die Schule ist eine Abschlussarbeit zu erstellen und eine Musterlösung zu formulieren. Das hielt mich bis zum frühen Abend beschäftigt...

Bärbel und Valentin nutzten den Tag um entspannt in Paul do Mar zu baden und das Apartment zu genießen.

Für ein gemeinsames Mittagessen blieb Zeit, da ich konzentriert arbeitete.

Abends besuchte ich Jutta und Olaf nebenan. Die hatten eine Fahrt nach Funchal und auf den höchsten Berg von Madeira hinter sich.

Bärbel entwickelte in der Zeit Salami Chips in der Küche, die gerne von uns gegessen wurden.

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Donnerstag, 20.04.2017 Paul da Serra, die Dritte
Nochmals, weil es so schön war fahren wir, diesmal mit Jutta und Olaf über Ribeira Brava zum Encumeada Pass und überqueren nach Westen das nebelige Hochland.

Die Rückfahrt über Ponta do Pargo meisterten wir inklusive der extremen Abfahrt und machten dann ein spätes Mittagessen auf der Höhe über Paul do Mar.

Einen Drink in der Maktub Bar für die anderen, für Valentin und mich ein Kampf mit den Wellen.

Zurück zu Hause gingen wir dann überdies noch baden.

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Mittwoch, 19. April 2017
Mittwoch, 19.04.32017 Wanderung in Paul da Serra
Das Hochland im Inneren der Insel hat es Bärbel und Valentin angetan! Wir hatten bereits abgemacht, dass wir dort eine Levada Wanderung machen würden. Levada bedeutet, dass ein Bewässerungskanal entlang des Weges führt. Auf diese Weise wurde die Insel fruchtbar gemacht, da es nicht an Wasser fehlt, sondern es lediglich an die benötigten Orte geleitet werden muss.





Heute früh entschieden wir uns spontan dafür, dies umzusetzen und wieder in die Nebellandschaft zurückzukehren. Versorgt mit Teilen der Brötchentheke der örtlichen Bäckerei und vorsorglich gefüllten Tank ziehen wir in die Berge. Rasch werden die Strassen enger und kurvenreicher und das Navi gibt mehr oder weniger auf.





Wir erreichen die gesuchte Strasse und geniessen den Ausblick! Tatsächlich finden wir den Ausgangspunkt der Levada Wanderung zu einem bekannten Wasserfall. Der Parkplatz ist rappelvoll und wir sehen, dass wir wohl nicht eine einsame Gegend betreten werden. Die Route soll einfach und schön sein und die Strecke rund 3,8 km eine Richtung betragen.









Wir wandern einen asphaltierten Weg rund 2 km hinab. Die Strecke ist wunderschön, aber etwas irritiert sind wir doch vom Asphalt. Am Ende der Strasse aber wartet der tatsächliche Wanderweg auf uns und plötzlich dürfen wir auf groben Wanderwegen weiter ziehen, entlang von Levadas.





Wir pausieren viel, da die Aussichten so schön sind. Ständig kommen uns Franzosen entgegen, aber niemand überholt und niemand folgt uns. Sollten wir die letzten sein? Am Ende der asphaltierten Strasse gibt es einen Pendelbus, der die müden Wanderer zurück "nach oben" fährt. Sollten wir zurück kommen, wenn der schon seine letzte Tour gemacht hat? Noch scherzen wir darüber...





Das Tolle an einer Levada ist, das es ständig irgendwo tröpfelt, oder fließt, immer ist irgendwo Wasser in Bewegung, ergießt sich durch Grünzeug hinab an einem Hang oder findet irgendwelche Wege in die kleinen Wasserwege. Entsprechend grün und reichhaltig ist die Vegetation dort. Wenn gerade keine Touristen vorbeilaufen und lauthals sich unterhalten, kann man in aller Stille die Atmosphäre kontemplieren.

Wir finden den Wasserfall und die Aussicht ist atemberaubend. An den Berghängen fließt überall Wasser hinab, inmitten dessen ein Wasserfall. Eigentlich führt ein Weg hinter dem Wasserfall vorbei, aber dieser ist gesperrt.

Die Wanderung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Drei kleine Vögel betteln uns sehr direkt an, als wir am Wasserfall vespern.









Zurück beim Pendelbus dürfen wir warten, der Bus fasst nur 8 Leute. Wir werden Zeugen von Szenen zwischen Paaren, bei denen die Frauen und Kinder unter Vortäuschung falscher Tatsachen auf schwierige und lange Routen von den Männern geführt wurden und sich zurück bitter beschweren. Bärbel gründet kurzerhand eine Selbsthilfegruppe.

Klug mitgedacht hat sie, als noch ein Platz in einem Bus frei war und sie mich mitschickte: Im nächsten hätte einer von uns keinen Platz gefunden!

Wir fahren zurück aus den Nebelbergen nach Calheta. Auf dem Weg haben wir eine Gegend, die dem Feuer zum Opfer gefallen war. Nach ein paar Einkäufen sind wir früh Abends zurück in Paul do Mar.

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Dienstag, 18.04.2017 Fahrt nach Canical
Zusammen mit Jutta und Olaf machen wir uns auf Richtung Funchal in den Osten der Insel. Wir ziehen weiter über Machico nach Canical, den äußersten Osten der Insel Madeira.

Bei Machico ist die Einflugschneise des Funchal Airports. Die Landungen beginnen bereits weit draußen auf dem Meer und münden auf einer Lanndebahn, die teilweise auf 30 Meter hohen Betonstelzen liegt. Nur Piloten mit Spezialerlaubnis dürfen hier überhaupt runter. Die kurze Landebahn bedingt auch steile Starts, die wir alle 15 Minuten verfolgen können.

In Canical suchen und finden wir das Walfangmuseum. Vorgestellt hatte ich mir ein paar runtergekommene Hallen mit ein paar Walgerippen. Tatsächlich aber haben da viele Leute tief in die Tasche gegriffen und die 40 Jahre Geschichte des Walfangs auf Madeira mit vielen Artefakten und 3D Simulationen attraktiv dargestellt.



Inzwischen ist Madeira eine Walschutzinsel. Das blutige Geschäft und die harte Arbeit der Walfänger in der alten Zeit werden gut nachvollziehbar dargestellt. Nicht nur Valentin ist begeistert!



Dann fahren wir weiter in Richtung Osten. Die Besiedlung wird immer weniger und die Navigation wird schwierig. Zunächst finden wir einen Parkplatz mit schöner Landschaft, die Valentin und ich sogleich erkunden.





Dann fahren wir weiter bis ans Ende. Dort könnte man zwar noch weiter in Richtung Osten wandern, aber ohne Jutta machen wir das selbstverständlich nicht und fehlen tut uns das auch nicht. Die Gegend hier ist anders: Alles ist sehr trocken, lediglich eine hügelige Landschaft, viel Lava und eisenhaltige Erde.





Zurück in Canical gehen wir in ein empfohlenes Fischrestaurant und schon wieder haben wir viel zu viel Essen bestellt. Es hätten locker zwei Leute mehr mitessen können. Anschließend machen wir einen kurzen Besuch in einem Kiosk, bei dem Kunst auf und am Walfischknochen verkauft wird.

Wir einigen uns darauf, dass wir noch nicht genug gesehen haben für heute und beschließen eine große Rundfahrt auf der Insel:





Wir fahren nach Norden Richtung Porto da Cruz und dann nach Sao Jorge. Bärbel zweifelt an unserer Streckenführung, dann wir den Expressweg nehmen, der weitgehend durch Tunnel führt und wenig Ausblicke zulässt.



Andererseits ist zu berücksichtigen, dass wir von einer tief zerklüfteten Insel sprechen und, wenn man das Profil fahren möchte, bedeutet dies eine Unzahl an Serpentinen und viel Zeit.



Letztlich aber bekommen alles was sie wollen: Die Express Strasse endet und nun dürfen wir jede Serpentine mitnehmen, die es gibt. Die wilde grüne Insel zeigt sich von ihrer wenig zugänglichen Seite. Der Weg will erkämpft sein.

Zwei Wegstrecken sind denn auch wegen Steinschlags gesprerrt und ein Tunnel noch nicht fertig. Bei Ponta Delgada machen wir kurz Rast. Valentin mag nun endlich nach Hause und wird knieselig. Ein gemeinsames Kartenspiel im Auto vertreibt die Zeit.

Bei Sao Vicente fahren wir dann die Express Strasse zurück nach Ribeira Brava an der Südküste. Von dort aus ist es nur noch eine halbe Stunde nach Paul do Mar.

Nach etwas Erholungszeit gehe ich abends noch etwas tauchen vor dem Haus. Ich erhalte das Gefühl, die Fische und Krebse rechneten nicht mehr mit Besuch und sind überrascht. Ich bin immer wieder auf rund 6 bis 8 Metern Tiefe und schaue mir an den Felsen und unter Vorsprüngen die bunte Fischwelt an. Wie in einem Aquarrium komme ich mir vor. Die Strömung ist relativ stark und versetzt mich immer wieder um ein paar Meter.

Später am Abend statte ich Jutta und Olaf noch einen Besuch auf der Terasse ab und es wird spät. Es gibt viel zu erzählen und das Bier ist kalt - was soll man da machen?

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Dienstag, 18. April 2017
Samstag bis Montag, den 17.04.2017
Am Samstag verbrachten wir den Tag schwerpunktmäßig am Meer in Paul do Mar, unterbrochen von einem Einkaufstrip nach Calheta. Dort war im Geschäft natürlich osterlich bedingt sehr viel los. Bei dem "zahlosen Kellner" im Hafenrestaurant aßen wir sehr gut.



Am Ostersonntag zeigte sich, dass der Osterhase auch nach Madeira kommt und Valentin machte sich erfolgreich in der Wohnung auf die Suche und wurde fündig.

Wir machten einen Spaziergang ans andere Ende des Ortes. Dort befinden sich Surferlokale. Wir kehren ein und nehmen den Ort, die Musik und die Leute auf und entspannen uns. Dort, wo die Surfer üblicherweise unterwegs sind, machen wir ein paar Aufnahmen.







Wir genossen wieder das Meer und die Ruhe, bis dann am späten Nachmittag Jutta und Olaf aus Laupheim angereist kamen und ein kleines Nachbarhaus übernahmen.

Valentin freute sich auch über seinen großen Freund! Jutta ist durch Krücken gehnadicapt, ein Skiunfall hatte vor vier Wochen eine Knie OP zur Folge gehabt. Wenige Häuser weiter aßen wir in einem kleinen Restaurant zusammen zu Abend.

Am Ostermontag zogen wir gemeinsam nach Calheta zum essen und einkaufen, was bereits wieder möglich war. Nachmittags gingen wir baden, Jutta kam leider mit ihren Krücken nicht ans Meer ran und legte sich auf ihren Balkon.
Abends warf Bärbel die Kombüse an und kochte für uns alle Spagetti Bolognese, die wir dann auf Juttas Terasse aßen und danach noch lange zusammen saßen.

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Freitag, 14. April 2017
Freitag, 14.04.2017 Fahrt ins Innere der Insel
(Texte und Bilder von gestern und vorgestern wurden ergänzt)

Heute haben wir eine besondere interessante Tour geplant! Wir reisen an der Küste entlang nach Südosten, nach Ribeira Brava und ziehen dann nach dem Tanken in Richtung Norden nach Serra de Agua. Vor drei Jahren hatten wir bei einer ähnlichen Tour ins Innere der Insel vergessen zu tanken und mussten nur deshalb viele Bergkilometer zurück nach Funchal, um dann erneut den Aufstieg zu wagen.



In Serra de Agua biegen wir nach Westen ab und kommen immer höher in die Berge. Auf dem Pica da Encumedea sind es schon über 1000 Höhenmeter. Dort entschließen wir uns zu einem kleinen Mittagessen, welches letztlich aus ein paar Toasts und Getränken besteht, da wohl aufgrund des Feiertages die Küche kalt bleibt.

Am Nebentisch sitzt eine laute amerikanische Großfamilie. Ziemlich unfair fand ich, dass der alte Opa mit einem Tee abgefüttert wurde, während sich Papa in der abseitigen Bar die schärfsten Zuckerrohrschnäpse ausschenken lässt. Bärbel fängt den sehnsüchtigen Blick des alten Herrn auf mein Bier auf und ich beginne zu überlegen, welche Anhänge ich zu meinem Pflegetestament machen sollte :-)



Bis auf eine Höhe von 1500 Meter schrauben wir uns mit unserem Auto in die Höhe und die Gegend wird wildromantisch: Viel Nebel ist in der Luft und das Licht wechselt ständig. Es wird zunehmend einsam. Lediglich an Startpunkten für Wanderpfade stehen einige Autos.







(An verschiedenen Aussichtspunkten halten wir und Valentin nimmt sofort die Gelegenheit war, die Gegend zu erkunden)

Der Reiseführer pflichtet Bärbel bei, dass die Landschaft aussieht wie das schottische Hochland. Paul da Serra wird die Landschaft auf der Karte genannt. Wir gelangen weiter nach Westen nach Rabacal (1007 HM) und dürfen nun vorsichtig Kühen auf der Strasse ausweichen, die hier wild weiden.





Die gesamte Gegend ist seit 1982 ein geschützter Naturpark und es ist unmittelbar klar, warum. Die Gegend ist traumhaft schön. Wir verabreden uns, hier noch einmal hin zu fahren und eine "Wanderung zu den 25 Quellen" zu machen.







Letztlich gelangen wir an die nordwestliche Küste in Achadas da Cruz (bei Porto Moniz). Dort folgen wir der Küstenstrasse, gesäumt von Lorbeerbäumen, in südöstlicher Richtung zurück nach Hause.





Ein frühes Abendessen über Paul da Mar in einem Bergrestaurant ist die letzte Unterbrechung, bevor wir von Eindrücken und gutem Essen satt zurück sind.



(Paul do Mar von "oben")



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Donnerstag, 13. April 2017
Donnerstag, 13.04.2017 Fahrt nach Funchal
Heute wollen wir in die Hauptstadt reisen. Ein paar Ideen, was wir dort sehen und tun wollen, haben wir schon vom letzten Jahr.

Dank Navi kommen wir gut ans Ziel am Hafen, wo wir unser Auto unterbringen. Der Lärm und die Hektik der 135.000 Einwohnerstadt bedrängt uns sogleich.



Wir besuchen den großen Bauern- und Fischmarkt, auch hier ein einziges Geschiebe und Gedränge. Valentin würde gerne Essen einkaufen und heute Abend für uns kochen. Dass es nicht klug ist, jetzt frischen Fisch zu kaufen und einen Tag lang durch die Stadt zu tragen, sieht er zunächst nur widerstrebend ein.

Wir gehen direkt am Meer entlang Richtung Seilbahn zum Monte. Dort treffen wir aber auf eine riesige Warteschlange, auf die wir keine Lust haben.



Also versuchen wir unser Glück in einem Madeira Museum, dem "Story Center". Leider sind dort nur extrem wenige Ausstellungsstücke zu sehen, die noch dazu nicht echt sind und dafür ist der Rest der Ausstellung sehr textlastig.

Ziemlich ernüchtert gehen wir weiter durch die lärmende Stadt und flüchten uns in ein Restaurant. Dort beschließen wir nach dem Essen bald zurück zu fahren.



Einen kurzen Spaziergang unternehmen wir noch zum Hafen von Funchal, der für Kreuzfahrten sehr interessant ist, hier landen alle diese Schiffe an, die nach Madeira wollen. Mein Opa väterlicherseits hatte, als eines der ersten Parteimitglieder in der NSDAP, immer gehofft Plätze für eine KDF Kreuzfahrt nach Madeira zu erhalten, aber da hatte es wohl immer noch ein paar wichtigere Leute gegeben und so wurde daraus nie etwas.





Heute sieht der Hafen nicht besonders aus. Ein Blick von dort aus nach Funchal ist allerdings schon sehr schön, wenn dies die Bilder auch nicht so zeigen mögen.

Auf dem Heimweg unterbrechen wir ins Calheta, um für die Feiertage einzukaufen. Auch hier herrscht heftiges und enges Treiben, weil wir nicht die Einzigen mit dem Plan von Einkäufen sind.

Geschafft kommen wir zurück nach Paul do Mar und gehen erst einmal schwimmen. Die hohe Flut und Sonnenschein lassen uns nun endlich Spass haben. Gut gekühlte geistige Getränke vertiefen die Entspannung.

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Mittwoch, 12.04.2017 Fahrt nach Ribeira Brava
Das Wetter ist heute nicht richtig einladend: Es ist bedeckt und etwas kühler, Regen könnte ebenfalls möglich werden. Wir beschließen eine Fahrt an der Küste entlang nach Süosten.



Auf dem Weg versuchen wir einen Wasserfall zu finden, der mitten auf der befahrenen Strasse mündet. die Strecke direkt am Meer ist teilweise nicht mehr befahrbar, da die alten Tunnels anscheinend baufällig werden und der Verkehr etwas weiter oben an der Küste durch neue Tunnels geleitet wird.

Wir müssen also ein paar Mal wenden und erneut die Umgehung nehmen, bevor wir dann doch noch auf den Wasserfall stoßen und zu unserer aller Freude wird unser Auto kräftig geduscht.



Der Ort Ribeira Brava ist eine Enttäuschung: Eine Touristenfalle, bei der man nicht weiß, warum überhaupt jemand hierher kommt. Der Ort ist ungepflegt, ebenso der Strand und es gibt nichts zu sehen oder zu erleben, außer einer sehr alten Kirche, die als Motiv gelten mag. Tiefpunkt war eine rieisige Treppe aus Stahl, die an einer Klippe hinaufführt und keinerlei Ausblick bietet oder zu sonst etwas führt. Wahrscheinlich hat der Sohn des Bürgermeisters einen Auftrag gebraucht.



(Der trostlose Strand von Ribeira Brava)

Essen wollen wir hier lieber nicht und wir fahren über Ponta do Sol zurück nach Calheta, wo wir im Yachthafen vorzüglich essen.

Gestärkt und mit Einkäufen im Kofferraum geht es zurück nach Paul do Mar.

Dort springen wir bald ins Meer. Es ist gerade sehr starke Flut und nicht so einfach über die Kiesel und Felsen ins Meer zu gelangen. Mutig wird Valentin, als ein etwa gleichaltriges portugisisches Mädchen mit Tauchermaske und Schnorchel ins Wasser will. Er geht mutig voran und sie folgt. Dann zeigt sie ihre Tauchkünste bei hohem Wellengang....



Nieselregen und Auskühlung führen uns zurück ins Apartment, bis wir abends nach einem ausgiebigen Spaziergang durch den Ort und am Meer entlang in der Nachbarschaft in einem Bistro essen gehen.

Als es kalt und dunkel wird, ziehen wir uns ins Apartmennt zurück und schauen noch etwas fern.

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Dienstag, 11. April 2017
Dienstag, 11.04.2017, Fahrt nach Porto Moniz
Porto Moniz liegt im Nordwesten der Insel und ist Startort des Trans Madeira Ultramarathons, an dem ich nun leider nicht teilnehmen kann. Die letzten Monate stellten andere Herausforderungen bereit.

Wir entscheiden uns für die landschaftlich reizvollere Route - eigentlich keine gute Idee, da aus dieser Wahl bei uns meist der Beginn eines großen Abenteuers entsteht.

Wir nehmen also die Landstrasse, was auf Madeira Serpentinen fahren bedeutet. Diese werden nun auch immer steiler und das Navi kommt kaum noch mit der Bereitstellung des Weges klar wegen der häufigen Richtungswechsel.

Bald dürfen wir vor einer Müllabfuhr fahren, dessen Fahrer fröhlich am Lenkrad trommelnd ein Liedchen singt. Dann geht es rechts steil bergauf... Nicht gut...gar nicht gut. Wir folgen der Wegbeschreibung dennoch und die Rampe wird immer steiler, bis wir schließlich daran denken, dass das Auto nach hinten umfallen könnte. Letztlich schaffen wir die Senkrechte und können weiter durch die tropische Insel düsen. Überall fließen kleine Levadas an der Strasse entlang, die Hänge sind mit Farnen bewachsen. Wildromantische Gegenden mit einzelnen Häusern und Farmen.



Nach über einer Stunde schrauben wir uns hinab an die Küste und kommen nach Porto Moniz.

Der Ort hat seinen eigenen Hubschrauberlandeplatz, der ein wenig so aussieht, als ob die Enterprise gelandet wäre.





Wir besuchen zunächst das örtliche Aquarium, welches den Fischreichtum vor Madeira zeigt. Ein kleines Aquarium, aber liebevoll eingerichtet.





Danach gehen wir essen am Meer. Das Restaurant liefert mir eine Fischsuppe für 16 EURO, die ihresgleichen sucht. Ich bin satt bis obenhin, als Valentin mir eröffnet, dass wir JETZT in den natürlichen Lavabecken nebenan schwimmen gehen werden.





Was tut ein lieber Papa - er geht schwimmen. Ich schnappe mir meine Schnorchelausrüstung und wir beide gehen vorsichtig in das kalte Meerwasser. Ich rutsche direkt aus und mich haut es auf die algenbewachsene Treppe. Zum Glück passierte mir nichts.





Valentin bleibt mutig und tritt schlotternd vor Kälte ins Wasser und schwimmt mir nach. Ein Sprung vom Lavafelsen rundet die Sache ab und wir gucken Fische.

Der Boden ist mit dunklem Lavasand bedeckt und ein schön anzusehender Fischreichtum umgibt uns bald. Valentin wirds bald richtig kalt, sodass ich mir dann allein die tieferen Zonen ertauche.

Nach einem Spaziergang am Meer entlang entschließen wir uns zur Rückfahrt über eine andere Route Richtung Sao Vicente (Richtung Nordosten und dann nach Süden, wo wir wohnen). Allfällige Tunnels und Serpentinen begleiten uns bis nach Hause.

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